Bilanzpressekonferenz

Solide Ergebnisse trotz schwierigem Umfeld

  • Erfreuliches Wachstum im Kundengeschäft
  • Bilanzsumme mit leichtem Plus bei über 1,6 Mrd. Euro
  • Betreutes Kundenvolumen bei 3,4 Mrd. Euro
  • Geplante Fusion 2024 mit der Volksbank Allgäu-Oberschwaben eG

In einem trotz leichter Entspannung immer noch schwierigen Umfeld steigerte die VR-Bank Laupheim-Illertal im Geschäftsjahr 2023 die Bilanzsumme um 38,2 Mio. Euro (+ 2,4 Prozent) auf über 1,6 Mrd. Euro. Zudem stieg das bilanzielle Eigenkapital um 3,9 Prozent auf 159 Millionen Euro. Die Kreditbestände insgesamt stiegen um 2,7 Prozent auf 1.012,8 Mio. Euro.

„Mit diesem Ergebnis haben wir uns am Markt behauptet, und unser genossenschaftliches Geschäftsmodell hat sich in Zeiten schwieriger Rahmenbedingungen erneut bewährt“, sagt Vorständin Stephanie Bernickel. Vor dem Hintergrund mehrerer belastender Faktoren wie einem stark rückläufigen Wohnungsneubau und einer schwachen Kreditnachfrage der Firmenkunden infolge der wirtschaftlichen Stagnation hat sich das Kundengeschäft zufriedenstellend entwickelt. Mit der geplanten Fusion mit der Volksbank Allgäu-Oberschwaben eG bündeln die beiden Kreditinstitute ihre Kräfte, um eine starke und selbstbestimmte Bank in den Regionen Allgäu und Oberschwaben zu sein.

Zu Jahresbeginn wurde die Konjunktur vor allem durch die nur langsam schwindenden Belastungen einer hohen Inflation, die Materialengpässe und die teilweise noch bestehenden Coronaschutzmaßnahmen gedämpft. Im weiteren Jahresverlauf belasteten dann verstärkt die von den westlichen Notenbanken in Reaktion auf die Inflation vorgenommenen kräftigen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Überlagert wurden diese Einflüsse auch von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel.

Betreutes Kundenvolumen

Die bilanziellen Kundeneinlagen haben sich zum 31.12.2023 um 4,4 Prozent auf 1.158 Mio. erhöht. Demgegenüber steht ein betreutes Kundenkreditvolumen in Höhe von 1,3 Mrd. Euro. Das betreute Kundenanlagevolumen insgesamt erhöhte sich um 6,8 Prozent auf über 2,1 Mrd. Euro.

Die geplanten Wachstumswerte wurden bei den Kundeneinlagen übertroffen. Auch bei den Kundenkrediten wurde ein solides Ergebnis durch ein leichtes Wachstum vor allem im gewerblichen Kreditgeschäft erzielt.

Im Geschäftsjahr 2023 bevorzugten die Anleger überwiegend flexible und kurzfristig verfügbare Anlageformen. Vor dem Hintergrund des erhöhten Zinsumfeldes einerseits und der volatilen Märkte andererseits investierten die Kunden weiterhin hauptsächlich über monatliche Sparverträge in Aktien und Fonds. Aber auch das klassische Termingeld erlebt seit 2023 eine Renaissance.

Stabile Ertragsbasis

Die wichtigsten Ertragssäulen, den Zins- und Provisionsüberschuss sowie die Mieterträge konnten trotz leichter Schwankungen insgesamt stabil gehalten werden.

Eine leicht negative Entwicklung ist aufgrund der geringeren Zinsspanne beim Zinsüberschuss zu verzeichnen. Mit 21,97 Mio. Euro lag er knapp unter dem Vorjahreswert (22,19 Mio. Euro).

„Der Zinsüberschuss wird sich voraussichtlich im Jahr 2024 nochmals reduzieren, danach jedoch wieder stetig erhöhen“, prognostiziert Vorständin Stephanie Bernickel.

Der Provisionsüberschuss ist mit 11,289 Mio. Euro nahezu auf dem Vorjahreswert. Damit konnte der Planwert sogar übertroffen werden.

Die Mieterträge aus dem aktuellen Immobilienbestand belaufen sich auf 1,4 Mio. Euro. In den Immobilienbestand wurden 2023 10,8 Mio. Euro investiert, insbesondere um langfristig nachhaltige Mieterträge erzielen zu können.

Solide Ergebnissituation

Das Betriebsergebnis vor Bewertung (mit Berücksichtigung der betriebswirtschaftlich außerordentlichen Aufwendungen) hat sich gegenüber dem Vorjahr um 346.000 Euro erhöht (+3,9 Prozent). Damit bleibt die Ergebnissituation trotz anhaltend schwieriger Rahmenbedingungen stabil. „Unser solides Geschäftsmodell hat sich erneut als zukunftstauglich erwiesen“, sagt Vorstand Markus Langner.

Dividende für das Geschäftsjahr 2023

Aufgrund der Entwicklung plant die Bank für das Geschäftsjahr 2023 mit einer Dividendenzahlung an ihre Anteilseigner. „Vorstand und Aufsichtsrat der VR-Bank Laupheim-Illertal werden der Vertreterversammlung eine Dividendenausschüttung von 3,0 % vorschlagen“, so Markus Langner.

Nachhaltigkeit

Das Thema Nachhaltigkeit hat bei strategischen wie auch operativen Entscheidungen einen hohen Stellenwert. Der Bestand an nachhaltigen Finanzprodukten konnte im Eigengeschäft ausgeweitet werden. Auch im Vertrieb von Finanzprodukten bei Kunden nimmt dieser Bereich einen immer höheren Stellenwert ein. Die im Jahr 2022 ins Leben gerufene Projektgruppe Nachhaltigkeit zeigt hier erste Ergebnisse.

Gesellschaftliches Engagement

2023 unterstützte die VR Bank Laupheim-lllertal das gesellschaftliche Leben in der Region mit insgesamt 197.000 Euro. Allein 50.000 Euro wurden über den VR-Adventskalender ausgeschüttet. „Dieses gesellschaftliche Engagement ist uns als in der Region verwurzelte Genossenschaftsbank in die DNA eingeschrieben. Das werden wir auch in Zukunft so fortführen“, so Markus Langner. Insgesamt konnten sich Vereine und gemeinnützige Institute im Geschäftsgebiet der VR Bank Laupheim-Illertal im Jahr 2023 über 235 Einzelspenden freuen. Auch die 2018 gegründete VR Bank Stiftung konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr durch eine zweite Auflage ihrer Blutspendeaktion „Mit Herz Blut spenden“ den Blutspendedienst und soziale Organisationen unterstützen. Unter dem Motto „Schenke dein Blut. Wir spenden Geld.“ konnten insgesamt 20.720 Euro an fünf gemeinnützige Vereine und Organisationen übergeben werden. Für die Gemeinde Kirchdorf und die Stadt Laupheim hat die VR Bank Stiftung für ihre Aktion „Wir pflanzen Zukunft“ Bäume und Sträucher im Gesamtwert von 15.000 Euro gespendet. „Mit dieser Maßnahme bringen wir die Verbundenheit zu unserer Region zum Ausdruck und zeigen, dass uns ein nachhaltiges Engagement in unserer Region ein Herzensanliegen ist“, sagte der Vorsitzende der VR Bank Stiftung.“

Fazit 2023 – Ausblick 2024

„Insgesamt beurteilen wir die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage unseres Hauses im Vergleich zur ursprünglichen Planung und der Situation an den Märkten als solide“, so Bernickel und Langner. Die Vermögenslage der Bank zeichnet sich unverändert durch eine gute Eigenkapitalausstattung aus, da die aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowohl im Vorjahr als auch im Geschäftsjahr übertroffen wurden.

Die Digitalisierung bleibt weiterhin Thema. Um den zukünftigen Marktanforderungen gerecht zu werden, werden online abschließbare Produkte der Volksbank Raiffeisenbank Laupheim-Illertal weiter ausgebaut.

Wichtigste Veränderung im Jahr 2024: Die Volksbank Raiffeisenbank Laupheim-Illertal eG möchte 2024 mit der Volksbank Allgäu-Oberschwaben eG fusionieren. „Unser Ziel ist es, unsere Bank schon heute zukunftsorientiert auszurichten“, so Stephanie Bernickel, Vorständin der Volksbank Raiffeisenbank Laupheim-Illertal eG.

Über die Fusion beschließen die Vertreterversammlungen der beiden Banken im Juli 2024. Die Eintragung der Verschmelzung und damit die

juristische Zusammenlegung ist – nach einem positiven Votum der beschließenden Gremien – im Herbst 2024 rückwirkend zum 01.01.2024 geplant. Die technische Zusammenführung erfolgt im November 2024. Das neue Kreditinstitut wird unter „Volksbank Raiffeisenbank Allgäu-Oberschwaben eG“ firmieren.

Das Vorstandsteam der VR Bank Laupheim-Illertal Stephanie Bernickel und Markus Langner.